Alibaba eröffnet Store in Hangzhou

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat in Hangzhou sein erstes stationäres Geschäft eröffnet, in dem sich Kunden mit Getränken und Fast Food versorgen können, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen.

Das 200 Quadratmeter große Café „Tao“ bietet Platz für bis zu 50 Gäste. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Gäste die E-Commerce-App „Taobao“ installiert haben. Sämtliche Waren und Regale des Cafés haben eine digitale Identität. Nach einer Bestellung erscheint das Profilbild des Nutzers samt Wartezeit auf einem Display. Entnahmen aus den Regalen werden automatisch erfasst und auch die Zahlung beim Verlassen des Cafés erfolgt automatisch.

Multichannelfiliale mit Anleitung

Das Schweizer Modehaus Schild testet in Zusammenarbeit mit screenFOODnet in seiner Filiale im Einkaufszentrum in Emmen die Verschmelzung der Online- und der Offlinewelt seines Sortiments. Anders als bei gewöhnlichen Multichannelkonzepten sind die Kunden hier bei der Nutzung neuer Technologien nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten zunächst Unterstützung vom Verkaufspersonal. Gerade ältere Kundengruppen bekommen so die Möglichkeit, über interaktive Touchscreens auf ein erweitertes Sortiment zuzugreifen, gewünschte Artikel nach Hause liefern zu lassen und die Nutzung ihrer Kundenkarte zu optimieren.

Retail Insights: Sonntagsöffnung

Die alte Diskussion ist wieder entflammt: Sollten Geschäfte auch generell am Sonntag öffnen? Deutsche Warenhausunternehmen und Einzelhändler wollen sich nun mit einer neuen Initiative dafür stark machen, um der Konkurrenz des Onlinehandels entgegen zu treten.

Die Deutschen stehen dem Thema laut einer YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2016 unentschlossen gegenüber. Wie die Grafik von Statista zeigt, ist die knappe Mehrheit von 54 Prozent gegen Sonntags-Shopping. 41 Prozent stimmten in der Umfrage dafür. Dabei spielte auch das Alter der Befragten eine Rolle: Während Ältere eine Ladenöffnung am Sonntag mehrheitlich ablehnen, sind die Millennials mit einer knappen Mehrheit dafür.

Supermarkt verkauft heimische Start-up-Produkte

Der slowenische Fernsehsender POP TV hat in Zusammenarbeit mit der Supermarktkette SPAR eine Sendung kreiert, die Start-ups mit der Unterstützung des ganzen Landes zum Erfolg verhalf. Sie sollte der jungen Generation, die zum großen Teil das Land verlässt, zeigen, dass sie auch in Slowenien ihre Ideen verwirklichen kann. Zwölf Start-ups erhielten die Möglichkeit, ihre Produkte vorzustellen und exklusiv in den Filialen von SPAR anzubieten. Die Aktion wurde nicht nur in der Sendung, sondern auch über zahlreiche Kommunikationskanäle beworben, sodass die Produkte großteils ausverkauft waren. Neun Teilnehmer erhielten einen Vertrag mit SPAR.

Retail Insights: Digitale vs analoge Ladentheke

Trotz einiger Versuche, dem Verbraucher auch das Bestellen von Lebensmitteln im Internet schmackhaft zu machen, hat der offline Einzelhandel in diesem Segment weiterhin die Oberhand. Die Waren des täglichen Gebrauchs insgesamt, auch Fast Moving Consumer Goods (FMCG) genannt, haben weiter den größten Anteil am Gesamtvolumen des stationären Einzelhandels.

Wie unsere Infografik zeigt, schlagen die schnelllebigen Waren dort mit rund 44 Prozent zu Buche. Im Onlinehandel hingegen dominieren Mode und Verbraucherelektronik mit jeweils etwa 25 Prozent Marktanteil. FMCG spielt online noch eine vergleichsweise kleine Rolle, der Anteil ist aber 2016 um 0,6 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent gestiegen, laut des Handelsverbands Deutschland (HDE)