Multichannelfiliale mit Anleitung

Das Schweizer Modehaus Schild testet in Zusammenarbeit mit screenFOODnet in seiner Filiale im Einkaufszentrum in Emmen die Verschmelzung der Online- und der Offlinewelt seines Sortiments. Anders als bei gewöhnlichen Multichannelkonzepten sind die Kunden hier bei der Nutzung neuer Technologien nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten zunächst Unterstützung vom Verkaufspersonal. Gerade ältere Kundengruppen bekommen so die Möglichkeit, über interaktive Touchscreens auf ein erweitertes Sortiment zuzugreifen, gewünschte Artikel nach Hause liefern zu lassen und die Nutzung ihrer Kundenkarte zu optimieren.

Retail Insights: Einkaufen im Netz

Die Mehrheit der deutschen Verbraucher bevorzugt keine bestimmten Tageszeiten oder Wochentage für das Einkaufen im Internet. Das geht aus einer aktuellen Verbraucherbefragung von bevh und Boniversum hervor. Ein Schwerpunkt lässt sich aber wohl erkennen: Die Deutschen gehen gerne abends und samstags auf digitale Shopping-Tour. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass der eCommerce die Kunden von den festen Öffnungszeiten des Einzelhandels befreit hat. Stattdessen bestehen nun 24 Stunden am Tag die Möglichkeiten des Konsum und der spontanen Bedürfnisbefriedigung.

Digitales Preisschild für Kleidung

Das deutsche Unternehmen Findbox hat das digitale Preisschild FashionTAG entwickelt, das sich insbesondere für Kleidung eignet. Auf einem Display erkennt der Kunde die vorrätigen Größen und kann von einem Blink-Signal zu diesen geleitet werden. Ist eine Größe nicht mehr vorrätig, kann der Kunde die entsprechende Artikelseite im mobilen Online-Shop direkt über sein NFC-fähiges Smartphone besuchen. Des Weiteren können mit dem FashionTAG Angebote im Laden gezielt beworben werden. Zusätzlich ist ein Diebstahlschutz im digitalen Preisschild integriert.

Indoor Navigation bei Staples

Der Büroartikelanbieter Staples hat eine Funktion innerhalb seiner Smartphone-Anwendung vorgestellt, über die Nutzer Produkte im Laden mit Hilfe einer Karte einfacher finden können. Sie basiert auf der von Point Inside betriebenen Plattform „StoreMode“, über die Nutzer ihren Einkauf im Voraus planen können. Besucher von Staples rufen die interaktive Karte auf, die für 83 Läden verfügbar ist, und bekommen dort den Standort einzelner Produkte angezeigt. Die Karte liefert auch Informationen dazu, mit welcher Route sie am einfachsten von Produkt zu Produkt und anschließend zur Kasse gelangen.

 

Physischer Pinterest-Button im Möbelhaus

Der brasilianische Möbelhändler Tok & Stok hat eine Kampagne durchgeführt, bei der das Fotonetzwerk Pinterest Einzug in seine Filialen hielt. Dafür wurden an Ausstellungsstücken Buttons mit integrierten iBeacons befestigt, auf denen die Aufforderung „Pin it“ geschrieben stand. Drückte ein Besucher den Button, wurde drahtlos über Bluetooth Low Energy eine Verbindung zu der App „Pinlist“ aufgebaut, die der Nutzer auf seinem Smartphone installieren musste. Das funktionierte auch, wenn das Telefon im Stand-by-Modus war. Aus „Pinlist“ heraus hatte der Nutzer die Möglichkeit, das Produkt mit dem Button zu posten.