Alibaba eröffnet Store in Hangzhou

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat in Hangzhou sein erstes stationäres Geschäft eröffnet, in dem sich Kunden mit Getränken und Fast Food versorgen können, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen.

Das 200 Quadratmeter große Café „Tao“ bietet Platz für bis zu 50 Gäste. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Gäste die E-Commerce-App „Taobao“ installiert haben. Sämtliche Waren und Regale des Cafés haben eine digitale Identität. Nach einer Bestellung erscheint das Profilbild des Nutzers samt Wartezeit auf einem Display. Entnahmen aus den Regalen werden automatisch erfasst und auch die Zahlung beim Verlassen des Cafés erfolgt automatisch.

Multichannelfiliale mit Anleitung

Das Schweizer Modehaus Schild testet in Zusammenarbeit mit screenFOODnet in seiner Filiale im Einkaufszentrum in Emmen die Verschmelzung der Online- und der Offlinewelt seines Sortiments. Anders als bei gewöhnlichen Multichannelkonzepten sind die Kunden hier bei der Nutzung neuer Technologien nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten zunächst Unterstützung vom Verkaufspersonal. Gerade ältere Kundengruppen bekommen so die Möglichkeit, über interaktive Touchscreens auf ein erweitertes Sortiment zuzugreifen, gewünschte Artikel nach Hause liefern zu lassen und die Nutzung ihrer Kundenkarte zu optimieren.

Supermarkt verkauft heimische Start-up-Produkte

Der slowenische Fernsehsender POP TV hat in Zusammenarbeit mit der Supermarktkette SPAR eine Sendung kreiert, die Start-ups mit der Unterstützung des ganzen Landes zum Erfolg verhalf. Sie sollte der jungen Generation, die zum großen Teil das Land verlässt, zeigen, dass sie auch in Slowenien ihre Ideen verwirklichen kann. Zwölf Start-ups erhielten die Möglichkeit, ihre Produkte vorzustellen und exklusiv in den Filialen von SPAR anzubieten. Die Aktion wurde nicht nur in der Sendung, sondern auch über zahlreiche Kommunikationskanäle beworben, sodass die Produkte großteils ausverkauft waren. Neun Teilnehmer erhielten einen Vertrag mit SPAR.

Schwedische Tante-Emma auf Rädern

Das schwedische Start-up Wheelys Café hat zusammen mit der chinesischen Hefei University den vollautomatischen Tante-Emma-Laden auf Rädern „Moby“ entwickelt.

Der mobile Laden ist im Rahmen eines Pilotprojekts in Schanghai unterwegs. Potenzielle Käufer können über die zugehörige App sehen, ob „Moby“ gerade in der Nähe ist, Bestellungen aufgeben und den mobilen Laden aufsuchen, um die Waren abzuholen. Die Abrechnung erfolgt über ein automatisches Erfassungssystem, das den Geldbetrag über die App vom Konto des Nutzers abbucht. Eine künstliche Intelligenz sorgt für den Warennachschub und betreut über einen holografischen Assistenten die Kunden.

Retail Insights: Einkaufen als Droge

Die moderne Konsumgesellschaft bietet viele Verlockungen – für manche auch zu viele. Das belegt eine aktuell erschienene Studie der Arbeiterkammer (AK) Wien zur Kaufsucht. Demnach gelten insgesamt 24 Prozent der Österreicher als kaufsuchtgefährdet: 13 Prozent zeigen ein kompensatorisches Kaufverhalten, d.h. sie lenken sich durch das Einkaufen von anderen Problemen ab oder verdecken sie auf diese Weise. 11 Prozent sind tatsächlich süchtig und kaufen zwanghaft ein.

Wie die Erhebung weiter zeigt, sind jüngere Menschen im Alter von 14-29 Jahren (36 Prozent), Pflichtschul-Absolventen (34 Prozent) und Frauen (29 Prozent) besondere Risikogruppen für den Kaufrausch. Sehr auffällig ist auch der hohe Anteil beim Online-Shopping: 45 Prozent derjenigen, die häufig im Internet einkaufen, gelten als kaufsuchtgefährdet. Ob die schier unendlichen Konsumwelten der Online-Portale die Kaufsucht mit auslösen, oder ob sie lediglich der einfachste Weg für Süchtige sind, ihrem Zwang nachzukommen, bleibt dabei allerdings unklar.