Alibaba eröffnet Store in Hangzhou

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat in Hangzhou sein erstes stationäres Geschäft eröffnet, in dem sich Kunden mit Getränken und Fast Food versorgen können, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen.

Das 200 Quadratmeter große Café „Tao“ bietet Platz für bis zu 50 Gäste. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Gäste die E-Commerce-App „Taobao“ installiert haben. Sämtliche Waren und Regale des Cafés haben eine digitale Identität. Nach einer Bestellung erscheint das Profilbild des Nutzers samt Wartezeit auf einem Display. Entnahmen aus den Regalen werden automatisch erfasst und auch die Zahlung beim Verlassen des Cafés erfolgt automatisch.

Im Geschäft anprobierte Kleidung landet im Online-Warenkorb

Der auf Sportbekleidung für Damen spezialisierte Händler Fabletics hat ein Omnichannelkonzept realisiert, das das Anprobieren von Bekleidung im Laden geschickt mit dem Onlineshop verknüpft. Dafür scannt das Verkaufspersonal zunächst mit einem Tablet die Produkte, die die Kundin in die Umkleidekabine mitnimmt. Die Artikel landen so im Warenkorb des Onlineshops. Die Artikel, die der Kundin bei der Anprobe nicht gefallen oder die sie direkt im Geschäft kauft, werden automatisch aus dem Warenkorb entfernt. Die verbleibenden Artikel kann die Kundin dann später bei Bedarf bequem online bestellen und kaufen.

Ladeneröffnung per Tweet beeinflussen

Das sogenannte Frei-Tweeten ist vor allem in der Entertainment-Branche weit verbreitet. Fans können durch Tweets oder andere Interaktionen in Social Networks den Zeitpunkt einer Trailer-Veröffentlichung etc. beeinflussen.

Die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken nutzt nun den Mechanismus erstmals im Retail/Food Bereich. Die Fast-Food Kette hat Fans in Frankreich den Zeitpunkt der Eröffnung neuer Filialen vorverlegen lassen, sofern genügend Teilnehmer dies per Twitter forderten.

Dafür wurde an der Ladenfront künftiger Filialen ein Plakat angebracht, das die Anzahl der Tage bis zur Eröffnung darstellte. Die Teilnehmer konnten den Namen der jeweiligen Stadt zusammen mit dem Hashtag #ViteUnKFC teilen. Abhängig von der Anzahl dieser Tweets wurde auch die Zahl der bis zur Eröffnung verbleibenden Tage gesenkt, indem das Unternehmen dort mehr Arbeitskräfte einsetzte.

Retail Insights: Snapchat

In den sozialen Medien hat sich ein relativ neuer Spieler etabliert der auch für den Retail Sektor nicht unbedeutsam ist: Snapchat, ein sogenannter Instant-Messaging-Dienst, ähnlich wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Das Unternehmen mit Sitz Los Angeles wurde vor fünf Jahren gegründet. Beachtlich ist, wie hoch professionelle Investoren seinen Wert einschätzen mittlerweile – umgerechnet beinahe 18 Milliarden Euro. Auf Basis dessen spielt Snapchat in einer Klasse mit der Deutschen Bank.

Indoor Navigation bei Staples

Der Büroartikelanbieter Staples hat eine Funktion innerhalb seiner Smartphone-Anwendung vorgestellt, über die Nutzer Produkte im Laden mit Hilfe einer Karte einfacher finden können. Sie basiert auf der von Point Inside betriebenen Plattform „StoreMode“, über die Nutzer ihren Einkauf im Voraus planen können. Besucher von Staples rufen die interaktive Karte auf, die für 83 Läden verfügbar ist, und bekommen dort den Standort einzelner Produkte angezeigt. Die Karte liefert auch Informationen dazu, mit welcher Route sie am einfachsten von Produkt zu Produkt und anschließend zur Kasse gelangen.