Tech-Store auf Zeit

Das Konzeptgeschäft Story aus Manhattan über das ich bereits vor einigen Monaten berichtet habe, widmet sich aktuell der Serie Mr. Robot. Der Sender USA Network präsentiert einige Wochen lang als Sponsor des Themas „Disrupt“ Produkte, um die Kunden für neue Technologien und Start-ups zu begeistern.

Dabei werden unter anderem Produkte von Marken wie JackThreads und The Arrivals sowie von der Redaktion des Tech-Blogs Circuit Breaker ausgewählte Produkte vorgestellt. Darüber hinaus können die Kunden über einen Automaten staunen, der über soziale Medien angetrieben wird, und erleben einen Geldautomaten zum Hacken.

 

Pop-up-Stores in Postfilialen

Die australische Post bietet E-Commerce-Unternehmen die Möglichkeit, in den Postfilialen kleine Flächen zu mieten, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Diese Flächen beinhalten ein kleines Regal, in dem Produkte präsentiert werden, und einen Screen, über den der Kunde den jeweiligen Onlinestore aufrufen kann.

Betreut werden die Pop-up-Stores von Promotionpersonal, das etwas über das Unternehmen erzählen kann. Auf diese Weise hilft die australische Post Unternehmen, die einen großen Anteil am Versandaufkommen haben, dabei, noch mehr Popularität zu erlangen.

Regalkontrollroboter bestückt autonom Verkaufsregale

Als Ergänzung zum Posting über das Thema Robotics am POS, möchte ich heute gerne das Start-up Simbe Robotics vorstellen. Das US-amerikanische Unternehmen hat den Roboter Tally entwickelt, der in Supermärkten automatisch die Bestückung und Ordentlichkeit der Verkaufsregale kontrolliert.

In bis zu 2,40 Meter Höhe kann das Gerät überprüfen, ob ein Artikel nachbestückt werden muss, schlecht eingeräumt oder falsch platziert ist. Hierbei wird ebenso die Richtigkeit der Preisschilder kontrolliert. Die Daten hierfür bezieht das Gerät über Sortiments-, Warenträgerbestückungs- und Planogrammkataloge und vergleicht sie. Die Geschäftsleitung kann bestimmte Alarmevents festlegen und sämtliche Daten über eine Cloud in Echtzeit einsehen.

Roboter im Retail-Einsatz

Roboter lösen die Menscheit ab… naja, sagen wir zumindest einige ihrer Jobs. Soweit sind wir uns einig. Ein sehr empfehlenswertes und aktuell viel zitiertes Buch zu dem Thema ist Race Against the Machine, zu dem es auch eine Website gibt.

Roboter im Retail-Einsatz, das ist heute schon Realität. Ein Beispiel stammt aus dem Silicon Valley. Die Firma FellowRobots betreibt in San Jose einen Heimwerkerladen in dem Roboter die Kundschaft begrüßen und zu den entsprechenden Regalen führen.

Das estnische Start-up Starship Technologies hat einen autonomen Roboter entwickelt, der Einkäufe und Bestellungen nach Hause liefert. Die Navigationstechnologie soll lösen, was die Initiatoren als das Problem „der letzten Meile“ bezeichnen: kleinere Pakete aus dem Geschäft nach Hause zu transportieren.

Vor Ort beladen, kann sich der Lieferroboter innerhalb einer halben Stunde mit bis zu sechs Stundenkilometern sicher über Bürgersteige zur Haustür navigieren, wo er per Smartphone-App geöffnet und entladen wird.

Der emissionsfreie Zustelldienst soll zunächst in London erprobt werden und langfristig herkömmliche Lieferservices ablösen.

Leipziger Start-Up Sensape entwickelt interaktive Schaufenster-Technologie

Es muss nicht unbedingt immer eine komplett neue Entwicklung sein, die wirklich spannend ist. Das haben sich wohl auch die Gründer des Leipziger Start-Ups Sensape gedacht. Sie kombinieren bereits vorhandene Technologien wie 3D-Kameratechnik und Gesichts-, Objekt- und Gestenerkennungs-Software miteinander und bringen mittels Algorithmen des maschinellen Lernens Computern sehen und erkennen bei.

Soweit die Theorie. In der Praxis soll diese Kombination laut Website dann dazu führen, dass Werbefiguren auf digitalen Screens im Schaufenster Passanten erkennen und diese dann je nach Alter, Geschlecht etc. persönlich ansprechen oder eben Werbebotschaften ausliefern.

Leider habe ich die Technologie bisher noch nicht im Einsatz gesehen. Spannend klingt es allerdings allemal, wenn auch der Content am Ende die größte Hürde sein könnte.

Auf alle Fälle aber sollte man die Leipziger Kollegen auf dem Radar behalten.