Multichannelfiliale mit Anleitung

Das Schweizer Modehaus Schild testet in Zusammenarbeit mit screenFOODnet in seiner Filiale im Einkaufszentrum in Emmen die Verschmelzung der Online- und der Offlinewelt seines Sortiments. Anders als bei gewöhnlichen Multichannelkonzepten sind die Kunden hier bei der Nutzung neuer Technologien nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten zunächst Unterstützung vom Verkaufspersonal. Gerade ältere Kundengruppen bekommen so die Möglichkeit, über interaktive Touchscreens auf ein erweitertes Sortiment zuzugreifen, gewünschte Artikel nach Hause liefern zu lassen und die Nutzung ihrer Kundenkarte zu optimieren.

Snapchat am POS genutzt

Das US-amerikanische Modelabel Lilly Pulitzer macht von Snapchats neuer Funktion „Geofilter“ Gebrauch, um Kunden in seinen Filialen den Zugriff auf spezielle Filter zu gewähren. Die Kunden sind so in der Lage, während des Einkaufs in einem der 31 Läden über die Applikation Fotos von sich und ihren Freunden zu schießen und diese Fotos mit den Filtern zu bearbeiten, die bei einem Fingerwisch nach links erscheinen. Inspiriert sind die Filter von den bunten Drucken, für die das Label bekannt ist. Die Bilder werden an ausgewählte Nutzer versandt, über die eigene Snapchat-Story geteilt oder nur auf dem Smartphone gespeichert.

Zu Snapchat: Der Dienst wurde 2011 gegründet und erlaubt es Nutzern sogenannte Snaps in Form von Fotos, Videos und Text zu versenden, die allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum (in der Regel zwischen einer und zehn Sekunden) sichtbar sind. Laut Unternehmensangaben werden weltweit aktuell rund 700 Mio. Snaps pro Tag versendet. Grund genug für diverse Marken, sich mit dem Dienst näher auseinanderzusetzen.