Alibaba eröffnet Store in Hangzhou

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat in Hangzhou sein erstes stationäres Geschäft eröffnet, in dem sich Kunden mit Getränken und Fast Food versorgen können, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen.

Das 200 Quadratmeter große Café „Tao“ bietet Platz für bis zu 50 Gäste. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Gäste die E-Commerce-App „Taobao“ installiert haben. Sämtliche Waren und Regale des Cafés haben eine digitale Identität. Nach einer Bestellung erscheint das Profilbild des Nutzers samt Wartezeit auf einem Display. Entnahmen aus den Regalen werden automatisch erfasst und auch die Zahlung beim Verlassen des Cafés erfolgt automatisch.

Amazon eröffnet seine erste Buchhandlung

Es war nur eine Frage der Zeit, denn Trend erzeugt immer auch Gegentrend.

Den Onlinehändler Amazon zieht es in den stationären Buchhandel. Amazon Books bietet in Seattles Einkaufszentrum University Village auf einer Fläche von über 500 Quadratmetern bis zu 6000 Buchtitel an, darunter Bestseller und die Favoriten der Onlinekunden.

Anders als traditionelle Buchhändler setzt Amazon auf das Kaufverhalten seiner Onlinekundschaft und bestückt daher seine Regale nur mit Titeln, die große Chancen haben, tatsächlich abverkauft zu werden. Die großzügige Warenpräsentation verhilft den ausgewählten Autoren dazu, besondere Aufmerksamkeit zu erhalten.

Der Schweizer Sportbekleidungshersteller Mammut hat in seiner Frankfurter Filiale die auf Bluetooth Low Enegery basierende Beacon-Technologie installiert, um die Nutzer schnell zu den gesuchten Produkten zu bringen. Nach Installation der zugehörigen Smartphone-App können Nutzer darin ihre Lieblingsprodukte pinnen oder in sozialen Netzwerken teilen. Sobald sich die Kunden im Laden befinden, werden sie erkannt und das visuelle Leitsystem wird ausgelöst: Die farbigen LEDs, die auch über den Kleiderbügeln angebracht sind, fungieren dabei als Wegweiser. Zudem werden den Mitarbeitern die gepinnten Waren auf ihrem Tablet angezeigt, sodass sie den Kunden gezielt weiterhelfen können.

Normann Joseph, Senior Software Developer bei MRM//McCANN, der Agentur, die für die Konzeptionierung und technische Umsetzung verantwortlich zeichnet, erklärt in der Presseaussendung:

„Die Beacon.Store Platform erlaubt es unseren Kunden den gesamten Shop-Setup im Browser durchzuführen. Der Kunde hinterlegt am Beacon Aktionen und Informationen, die auf beliebigen Remote-Devices weiter verarbeitet werden können. So ist es mit geringem Aufwand möglich, nicht nur innerhalb einer App auf den Beacon zu reagieren, sondern auch aktiv weitere Devices […] im Mammut Store in Frankfurt anzutriggern.“

Das EHI Retail Institute fand Anfang 2014 in einer Umfrage unter 55 Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz heraus, dass 93% der befragten Unternehmen in den kommenden drei Jahren mobile Geräte zur Prozessunterstützung am POS einsetzen wollen. 85% der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sie dies bereits tun. In der Kundenberatung kommen bereits bei 31% der Händler mobile Devices zum Einsatz und 52% planen dies in den kommenden drei Jahren nachzuholen. Nur 9% der befragten Unternehmen nutzen heute schon mobile Geräte mit Kassenfunktion.

 

Radio Shack eröffnet Laden nur für Produkte von Hardware Start-Ups

Radio-Shack Labs

In Kooperation mit der Produktentwicklungsfirma PCH International startet der US-amerikanische Retailer RadioShack die RadioShack Labs, einen Verkaufsort, der sich speziell an Start-Ups richtet, die reale Produkte verkaufen. Während junge Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen keinen realen Verkaufsraum benötigen, stehen Hardware-Start-Ups vor dem Problem der fehlenden Verkaufsfläche zusätzlich zum Online-Vertrieb.

Hier setzt das RadioShack Lab an und bietet genau diese Fläche in ihren insgesamt 2.000 Läden in den USA. Die Unterstützung mithilfe von Fläche ist jedoch nur ein kleiner Teil des Angebots. In dem Lab bieten die Retail-Profis von RadioShack und das Team von PCH den jungen Unternehmen auch Beratung in der Konzeption, Produktion und Distribution an. Zuletzt bieten die beiden etablierten Unternehmen auch eine Plattform für Marketing-Aktivitäten und Promotions rund um den Online- und Offline-Vertrieb an.

Das Online-Tech-Magazin T3N veröffentlichte im Februar 2014 einen Beitrag über sogenannte Hardware Start-Ups, also neu gegründete Unternehmen, die entgegen dem Trend der digitalen Geschäftsmodelle auf den Verkauf realer Produkte setzen. Der Autor schreibt darin: „Viele meinen, Hardware wäre die neue Software. Durch immer kürzere Entwicklungszeiten und flexiblere Lieferketten sowie sinkende Kosten wird das Feld für immer mehr Startups attraktiv.

Die 50 spannendsten Hardware Start-Ups aus Europa gibt es hier zum Nachlesen.